Bahnstrecken

Die Kernzone

Die Bahnstrecken Albula und Bernina bilden die Kernzone des UNESCO Welterbes RhB. Die Albulastrecke wurde 1903, die Berninastrecke 1910 vollendet. Beide Bahnen erschliessen das Oberengadin dem internationalen Tourismus und sind selbst touristische Erlebnisse.

Für den Bau der Albulabahn (Thusis - St. Moritz) wurden bekannte Fachleute beigezogen. Trassierungen und alle Bauten wurden nach Normen erstellt, die der fortschrittlichsten Praxis des Gebirgsbahnbaus entsprachen. Die Albulabahn wurde als klassische Gebirgsbahn für Dampfbetrieb konstruiert. Ihre Trassierung und ihre Kunstbauten aus lokalem Bruchstein sind der Höhepunkt der klassischen Bahnbauperiode.

Luftaufnahme des Landwasserviadukts

Landwasserviadukt auf der Albulastrecke

Kreisviadukt Brusio

Kreisviadukt Brusio auf der Berninastrecke

Die Berninabahn (St. Moritz - Tirano) ist eine innovative Adaptation der elektrischen Überlandbahn mit gekonnter Trassierung im Hochgebirge. Sie wurde im Alpenraum Vorbild für viele projektierte und einige gebaute Überlandbahnen. Heute ist die Berninastrecke weltweit einzigartig: Es handelt sich um die höchstgelegene Alpentransversale und um eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt.

Die Kunstbauten der Albula- und Berninastrecke (Brücken, Stationsgebäude, Stellwerke, Tunnel samt ihrer Portale) bilden mit der besonderen Topographie eine Einheit. Die Wahl der Linienführung, insbesondere die der Berninastrecke, war massgeblich durch die Vermittlung von touristischen, landschaftlichen Attraktionen motiviert. Beide Bahnen weisen Gebäude von hoher Qualität auf und sind sowohl in der Linienführung wie in den Hochbauten mit bewusstem Bezug zur umgebenden Landschaft konzipiert.

Kartenauschnitt Gesamtstrecke

Kartenauschnitt Albulastrecke

Kartenausschnitt Berninastrecke

Kartenausschnitt Kunstbauten Albulastrecke

Kartenausschnitt Kunstbauten Berninastrecke