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Hinter den Kulissen

Spielst du noch oder fährst du schon?

Wer ein Gamerherz mit Bahnflair hat, ist bestimmt auch schon auf einen Trainsimulator gestossen – ein Computerspiel, bei dem man als Lokführer/in ganze Strecken befahren kann. Auch unser Lokführer Fabio Peng nutzt dieses Spiel. Was sagt er dazu?

Lea Kaspar, Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation, 03. November 2020

Fabio Peng sitzt vor seinem Laptop in Landquart und fährt gerade über den weltberühmten Landwasserviadukt. «Dovetail Games Train Simulator» lässt das Fahren auf den RhB-Strecken vergleichbar echt aussehen. Mit dem Beruf des Lokführers oder der Lokführerin haben die Zugsimulationsspiele aber wenig zu tun, meint Fabio Peng. Warum ist das so und weshalb fahren auszubildende Lokführer/innen trotzdem mit Simulatoren?

«Fahren mit Simulator ist cool, aber richtiges Fahren ist nochmal was anderes»

Der Lokführer der RhB zeigt gerade, wie auszubildende Lokführer/-innen Szenarien der Zugsicherung am Rechner mit der Software «Locsim» üben können. Um nicht nur auf der Tastatur zu klicken, sondern die echten Hebel und Knöpfe eines Führerstandes zu bedienen, wäre es möglich, den Simulator mit den neuen Allegra-Triebzügen zu verbinden. So kann mithilfe eines Bildschirmes der Führerstand für die Bedienung des Zuges in der Simulation genutzt werden. Für die Ausbildung zum Lokführer oder zur Lokführerin macht es nach Peng absolut Sinn, einzelne Manöver – wie das Überfahren Halt zeigender Signale im Störungsfall – am Laptop zu üben. Das Fahren mit dem Zug auf den realen Zugstrecken hat aber zurecht einen viel höheren Stellenwert, erzählt Peng: «Erst beim Fahren der Züge kann man richtig lernen auf alles gleichzeitig zu achten – Streckengeschwindigkeiten auswendig kennen, auf Signale achten und so weiter». Peng selbst erinnert sich zum Beispiel noch sehr gut an seine erste Lernfahrt: «Es regnete und ich musste gleich mit einer Ge 4/4 III, einem komplexen Fahrzeug mit Joystick-Steuerung, fahren».

Unschlagbare Realität

In solch einprägsamen Erlebnissen ist die Wirklichkeit unschlagbar – da kann ein Trainsimulator für Bahnfirmen und schon gar keine Simulation für Gamer zu Hause mithalten. Gerade die Simulationen für jedermann/-frau seien sehr realitätsfern und auf Spass und das Spielvergnügen ausgelegt, beurteilt Peng. Er selbst spielt in seiner Freizeit zwar ein Simulationsspiel, jedoch eine Flugsimulation (Peng ist auch Privat-Pilot). Bei Zugsimulationsspielen für zu Hause fehlt Peng etwas die Komplexität. Diese liesse sich durch die Limitation der derzeit genutzten Games nicht komplett erreichen. «Echtes Zugfahren fühlt sich anders an», sagt Peng begeistert über seine Arbeit. Vielleicht wäre eine Anstellung als Lokführer/-in also genau das Richtige für alle Zugsimulationsspieler/-innen. Denn: Der echte Führerstand schlägt jedes Computerspiel. 

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