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Bahnhof Landquart

Erneuerung und Umbau von 2018 bis 2029

Die Rhätische Bahn befindet sich in einer tiefgreifenden Modernisierungsphase und hat in den letzten Jahren viel in die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Infrastrukturanlagen investiert. Das neue Rollmaterial besteht vermehrt aus Trieb- und Gliederzügen, welche im Unterhalt nicht mehr getrennt werden. Dies hat zur Folge, dass die bestehenden Werkstätten an das neue Rollmaterial angepasst werden müssen. Dabei betreffen die Anpassungen nicht nur die Werkstätten selbst, sondern auch weite Teile im und um den Bahnhof Landquart.

Das Grossprojekt «Erneuerung und Umbau Bahnhof Landquart» besteht aus sechs Teilprojekten, welche starke Abhängigkeiten zueinander aufweisen. Die Teilprojekte werden gestaffelt ausgeführt. Im Mai 2018 wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird mit einer Bauzeit von sieben bis zehn Jahren gerechnet. Für das Grossprojekt wurde ein Investitionsvolumen von 500 Millionen Franken veranschlagt.

TeilprojektAusführungstermineKosten
Neubau Infrastrukturstützpunkt2018 bis 2020CHF 36.4 Mio.
Neubau Doppelspur Landquart-Malans 2018 bis 2021CHF 39.4 Mio.
Ausbau Gleisanlagen Phase A2018 bis 2024CHF 74.0 Mio.*
Ausbau Rollmaterialwerkstatt2019 bis 2025CHF 111.3 Mio.
Neubau Zentrallager/Büro2022 bis 2023CHF 13.9 Mio.

Ausbau Gleis- und Perronanlagen Phase B

(Gemeinschaftsprojekt RhB/SBB zur Kapazitätssteigerung und Verbesserung der Umsteigebeziehungen)

2024 - 2029

ca. CHF 245.7 Mio.*

* RhB- und SBB-Anlagen betroffen.

Der Infrastrukturstützpunkt in Landquart.

Die wichtigsten Teilprojekte in der Übersicht

Neubau Infrastrukturstützpunkt

Der Infrastrukturstützpunkt konnte nach einer Bauzeit von lediglich 22 Monaten am 27. März 2020 den Mitarbeitern des Geschäftsbereichs Infrastruktur in Landquart übergeben werden.

Mit dem modernen Neubau in Landquart wurden 43’000 m3 Gebäudevolumen geschaffen und rund 1000 m2 Bürofläche. Für die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Infrastruktur sind rund 90 Arbeitsplätze entstanden, welche den modernsten Ansprüchen entsprechen. Das Gebäude ist mit Schienenfahrzeugen befahrbar. Im Erdgeschoss können Fahrzeuge in der Halle beladen, entladen oder für Einsätze vorbereitet werden. Ebenfalls im Erdgeschoss befinden sich die neuen Werkstätten, welche für alle Fachdienste zur Verfügung stehen und mit modernster Technik und Hilfsmitteln ausgestattet sind. Der grosszügige Empfangsbereich im 2. Obergeschoss bietet den Besuchern, Lieferanten oder Gästen eine angenehme und freundliche Atmosphäre.

Die Fachdienste Sicherungsanlagen, Kabeldienst, Niederspannung/Telecom, Energie und Fahrleitung sowie der Bahndienst Landquart sind neu in diesem Gebäude zusammen untergebracht. Durch die Zusammenführung aller Fachdienste des Geschäftsbereiches Infrastruktur in Landquart erhofft sich die RhB eine noch engere Zusammenarbeit und dadurch einen positiven Effekt auf die Prozessabläufe. Durch den idealen Standort ausserhalb des Bahnhof Landquart können auch schnellere Interventionen bei Störungen auf dem RhB-Netz realisiert werden, was zur effizienteren Störungsbehebung beiträgt. ​​​​​​​​​​​​​​

Neubau Doppelspurausbau Landquart – Malans

Die Strecke Landquart – Malans weist im bisherigen Zustand eine einspurige Streckenführung auf. Aus dem Bahnhof Landquart kommend vereinte sich die Strecke bereits bei der Brücke über die Landquart zu einem Gleis und verfügte erst im Bahnhof Malans wieder über zwei Gleise. Im Rahmen der Angebotserweiterung Retica 30 erhalten sowohl der Bahnhof Landquart als auch die Strecke ins Prättigau infolge des Halbstundentakts eine noch prägendere Rolle. In den Spitzenstunden verkehren stündlich bis zu zehn Personenzüge, plus allfällige Güterzüge.

Im Bereich des Bahnhofs Malans liessen die bisherigen Kurvenradien nur reduzierte Geschwindigkeiten von 65 km/h im Vergleich zur übrigen Strecke (90 km/h) zu. Dieser Zeitverlust war unbefriedigend. Mit dem Doppelspurausbau kann die Geschwindigkeit von 90 km/h auf 100 km/h erhöht werden. Der Doppelspurausbau mit einer Gesamtlänge von 2.8 km beginnt im Bahnhof Landquart und endet nach dem Bahnhof Malans.

Aufgrund der starken Abhängigkeit zum Infrastrukturstützpunkt wurde mit dem Bau der Doppelspur zeitgleich begonnen. In diesem Projekt inbegriffen sind zwei Brücken über den Fluss Landquart und eine Brücke über die Nationalstrasse A28. Durch die Brücken über die Landquart wird auch der neue Infrastrukturstützpunkt für Schienenfahrzeuge und Langsamverkehr erschlossen.

Der Ausbau der Doppelspur ist zwischen Landquart und Malans fertiggestellt. So konnte die Doppelspur zwischen Landquart und Malans auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in Betrieb genommen werden. Der weitere Ausbau (100m) sowie eine Kurvenstreckung in Richtung Prättigau wird im Jahr 2021 realisiert.

Ausbau Gleisanlagen Phase A

Durch die Erneuerung des Rollmaterials (Allegra, Stammnetztriebzüge, Alvra, Capricorn) ergeben sich massive Verschiebungen von Einzelwagen zu Trieb- und Gliederzügen. Dies bedingt eine umfassende Erneuerung der Werkstattinfrastruktur am Standort Landquart. 

Für die Erweiterung der Werkstatt werden die Gleise Richtung Chur umgelegt und die Abstellgleise neu angeordnet. Für die Erschliessung der neuen Hallen sind diverse Anpassungen der Gleisanlagen notwendig. Im Rahmen dieses Projekts wird auch der Substanzerhalt sichergestellt. 

Der Umbau der Phase A umfasst verschiedene Etappen. Die erste Etappe mit der M- und J-Gruppe konnte im März 2020 dem Betrieb übergeben werden. Die zweite Etappe, der Bau der C-Gruppe wurde im Dezember 2020 fertiggestellt und dem Betrieb übergeben. Die weiteren Etappen werden bis 2023 fertiggestellt. Der erste Teil der neuen Erschliessung der Werkstätten von Seiten Landquart Ried wird im Sommer 2021 gebaut und 2022 in Betrieb genommen, der zweite Teil folgt abgestimmt auf den Werkstattausbau im Jahr 2023. Die Werkstattzufahrt auf der Seite vom Personenbahnhof Landquart (B-Gruppe) wird in Abhängigkeit mit dem Ausbau der Werkstätten in den Jahren 2022 und 2023 ausgeführt. 

Ausbau Rollmaterialwerkstatt

Durch die Erneuerung des Rollmaterials (Allegra, Stammnetztriebzüge, Alvra, Capricorn) ergeben sich massive Verschiebungen von Einzelwagen zu Trieb- und Gliederzügen. Ab 2022 wird ca. die Hälfte der Flotte aus Trieb- und Gliederzügen bestehen. Zudem wird ein beträchtlicher Teil der Einzelwagen fest in Module eingereiht verkehren.

Die bestehende Allegra-Halle wurde für die Instandhaltung von 20 Triebzügen (Allegra und Stammnetztriebzüge) mit max. Länge von 75m gebaut. Zukünftig werden 82 Trieb-/Gliederzüge zu bearbeiten sein (20 Allegra, 56 Capricorn, 6 Alvra), wovon 5 Allegra in Poschiavo unterhalten werden können. Da neu gleichzeitig vier Trieb-/Gliederzüge unterhalten werden müssen, muss die Allegra-Halle um weitere 85m verlängert werden.

Die bestehende Pendel-Halle aus dem Jahre 1972 wird komplett abgebrochen und durch die neue Raetica-Halle ersetzt. Die neue Raetica-Halle ist mit Stapler befahrbar und enthält auch die benötigten Werkstattkrane für den Unterhalt. Es gibt auch eine neue Reinigungshalle, welche auf die heutigen höheren Bedürfnisse und  grösseren Zugslängen angepasst ist.

Die Unterflurdrehanlage dient der Reprofilierung der Radsätze. Die heutige Anlage steht in einem Bereich, welcher mit den langen Kompositionen der Trieb- und Gliederzüge zu Problemen führt. Je nachdem welche Räder bearbeitet werden, wird entweder die Schiebebühne oder die Drehscheibe und somit die gesamte Zufahrt in die Lokremise und in die Allegra-Halle blockiert. Die Gliederzüge sind zudem aufgrund der zu kurzen Länge der bestehenden Anlage zu trennen, damit diese bearbeitet werden können. Aus diesen Gründen wird eine neue UDA-Halle gebaut mit einer Doppel-Unterflurdrehanlage.

Mit den Bauarbeiten wurde 2020 begonnen und die Arbeiten dauern bis Ende 2024. Da diese Arbeiten unter Vollbetrieb der RhB stattfinden müssen, werden verschiedene Baulose realisiert. Mit den verschiedenen Baulosen können bereits fertiggestellte Bauten laufend in Betrieb genommen werden und folgende dem Betrieb angepasst werden. ​​​​​​​Die Kosten für den Ausbau der Werkstattinfrastruktur betragen CHF 111.3 Mio.

Neubau Zentrallager/Büro

Das Projekt Zentrallager/Büro hat sich erst im Laufe des Gesamtprojekts Landquart heraus kristallisiert. Im Zusammenhang mit einer möglichen Arealentwicklung an der Schulstrasse möchte die RhB Flächen zur Drittnutzung frei geben. Dazu muss das heutige Materiallager weichen und an einem anderen Ort erstellt werden. Gleichzeitig möchte die RhB alle Mitarbeitenden der Geschäftsbereiche Rollmaterial und Materialwirtschaft, welche heute auf dem ganzen Areal verstreut sind zusammenziehen, um die Prozessabläufe zu optimieren. Dies gilt auch für die ganze Lagerlogistik und der Logistikprozesse in Landquart.

Mit dem Bürokomplex am Zentrallager kann für die RhB in Landquart eine neue attraktive Adressbildung geschaffen werden. Mit der Adressbildung ist allen Besuchern, Lieferanten, Kunden und Gästen die Möglichkeit gegeben, die RhB schnell, einfach und zielgerichtet zu finden. Die Präsenz der RhB kann mit der neuen Adressbildung in Landquart massiv gestärkt werden.

Zurzeit läuft die Planung für den Neubau und es wird mit einem Baustart 2021 gerechnet. Wenn alles planmässig läuft, kann das Zentrallager und Bürogebäude 2022 bezogen werden. Mit dem neuen Bürogebäude ist der RhB auch wichtig, eine klare und repräsentative Adresse der RhB in Landquart bilden zu können.

Die Kosten für das Zentrallager/Büro sind mit CHF 13.9 Mio. veranschlagt.

Ausbau Gleis- und Perronanlagen Phase B

Der Bahnhof Landquart ist für die RhB einer der wichtigsten Bahnhöfe und für die SBB ein wichtiger Umsteigebahnhof, er bildet das Eingangstor zum Bündnerland. Täglich verkehren hier über 100 Personenzüge, die durchschnittlich 13’900 Reisende befördern. Auch für den Güterverkehr ist das Güterumschlagszentrum am Bahnhof Landquart ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Bündner Güterbahn, SBB Cargo und Strassentransport. Mit der geplanten Angebotsentwicklung zum Halbstundentakt (Zürich - Landquart/Chur und Landquart – Davos/Engadin) wird sich das Fahrgastaufkommen in den kommenden Jahren stark erhöhen. Das gemeinsame Ziel beider Bahnen ist eine auf die zukünftigen Bedürfnisse und aufeinander abgestimmte Weiterentwicklung des Bahnhofs Landquart.
Herzstück des Projekts bildet das gemeinsame Mittelperron für den komfortableren und zeitsparenden Umstieg zwischen den Zügen der RhB und SBB. Durch das gemeinsame Perron kann bei beiden Bahnen je ein zusätzliches Gleis mit Perron realisiert werden. Dies bildet den Grundstein für den angestrebten Halbstundentakt. Darüber hinaus werden die Gleis- und Perronanlagen modernisiert und nötigenfalls verlängert, um der neuen Fahrzeugflotte der RhB zu entsprechen. Die Perrons werden mit neuen einheitlichen Dächern ausgestattet sowie mit einer breiten und hellen Personenunterführung verbunden. Für den Güterverkehr werden bei beiden Bahnen Annahme- und Zirkulationsgleise erweitert. Damit die neuen Gleise sicher bedient werden können, wird zudem am nördlichen Perronende ein neues gemeinsames Bahntechnikgebäude erstellt.
In den nächsten Jahren erarbeiten die beiden Bahnen das Projekt bis zur Baureife weiter. Die Bahnen RhB und SBB planen, den Bahnhofsausbau in den Jahren 2024 bis 2029 unter laufendem Betrieb zu realisieren.
www.sbb.ch