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Ein Bahnhof für zwei Gemeinden

10/22/2007

Am 19. Oktober konnten die Bauarbeiten für den Bahnhof Untervaz (2. Bauetappe) abgeschlossen werden. Im Rahmen einer kleinen Feier eröffneten Vertreter der Rhätischen Bahn (RhB) und der Gemeinden Untervaz, Trimmis und Zizers den Bahnhof Untervaz-Trimmis. Bereits am 15. April 2007 nahm die RhB den 2.3 km langen Doppelspurabschnitt bei Untervaz in Betrieb (1. Bauetappe). Planmässig kann damit das Gesamtprojekt in Betrieb genommen werden. Mit dem Ausbau vom Bahnhof konnte die Kundenfreundlichkeit und die Sicherheit erhöht und mit der Inbetriebnahme der Doppelspur die Streckenkapazität und die Fahrplanstabilität auf der dicht befahrenen Strecke Landquart – Chur deutlich verbessert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 26.6 Millionen Franken.

Meist befahrene Strecke der RhB
Untervaz ist Teil der Region Fünf Dörfer und Bestandteil des regionalen Angebotskonzepts Trans Reno. Der Betrieb der RhB auf der Strecke Landquart – Chur umfasst die RegioExpress-Linie Scuol-T. – Disentis/M. und die Regionalzüge Schiers – Rhäzüns/Thusis. Mit rund 100 Zügen pro Tag ist sie gleichzeitig auch die meist befahrene Strecke der RhB; die Züge erfüllen die Aufgabe als eigentliche S-Bahn in der Agglomeration Chur. Auch beim Güterverkehr mit den wesentlichen Zement- und Mineralwassertransporten spielt Untervaz eine zentrale Rolle. Der Bahnhof Untervaz ist zudem Knotenpunkt der Buslinien nach Zizers Dorf, Igis Dorf und Untervaz Dorf sowie Trimmis.

Mehr Kapazität dank Doppelspur
Mit dem 2.3 km langen Doppelspurabschnitt auf Seite Trimmis wird die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Verbindungsstrecke Landquart– Chur massgebend gesteigert. Kreuzungen von Zügen müssen nicht mehr zwingend auf den Stationen vollzogen werden; die Züge begegnen sich neu auf offener Strecke. Zudem kann die Streckengeschwindigkeit merklich gesteigert werden. Diese Anpassung an den technischen Standard des neuen Rollmaterials im Rahmen der Flottenpolitik der RhB bringt weitere Vorteile für eine grössere Fahrplanstabilität. Auf Grund der heute sehr geringen Fahrgastfrequenzen in Trimmis wurde diese Haltestelle bereits per Dezember 2006 aufgehoben. Nach Rücksprache mit den Gemeindebehörden in Trimmis und Untervaz wird der Bahnhof Untervaz neu in Untervaz-Trimmis umbenannt.

Auch ein Bahnübergang bei Heurütenen wurde durch den Bau der Doppelspurstrecke aufgehoben. Als Ersatz wurde bei der Haagrüfe eine Wegüberführung gebaut. Zudem wurden drei Rüfendurchlässe erneuert.

Umbau Bahnhof Untervaz
Der Zustand der bisherigen Perronanlagen entsprach in keiner Weise den heutigen Anforderungen, welche ein sicheres und bequemes Ein- und Aussteigen erlauben. Die Kreuzungen von Zügen auf der Stationsanlage stellten ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Deshalb und aus Unterhaltsgründen musste die heutige Stationsanlage gesamthaft umgebaut werden. Im Regelfall steigen neu die Fahrgäste aus beiden Richtungen nur noch auf dem Gleis 1 aus bzw. ein. Im Ausnahmefall (Verspätungen, Störungen etc.) steht zusätzlich das Gleis 5 zur Verfügung. Die Perronanlagen von Gleis 1 und 5 wurden behindertengerecht - mit einer 37 cm hohen Perronkante - ausgeführt. Dazu wurde eine Personenunterführung unter den Gleisen erstellt. Der behindertengerechte Zugang zwischen der Personenunterführung und den Perrons der Gleise 1 und 5 wurde mit je einer Rampe und einer Treppe sichergestellt. Das ermöglicht neu auch den Zugang zum Industriegebiet der Gemeinde Trimmis. Zudem wurden eine Buswendeschlaufe und ein neues Gebäude für die elektrischen Anlagen erstellt. Neu kann dank der neuen Buswendeschlaufe komfortabel vom Zug auf den Bus umgestiegen werden. Die Busmanöver werden einfacher und sicherer abgewickelt. Die Sicherungsanlage für die Steuerung vom Zugs- und Rangierbetrieb musste ersetzt werden. Der Rangierbetrieb wird zusätzlich durch Zwergsignale gesichert und gelenkt. Dadurch kann die Sicherheit spürbar verbessert werden. Die neue Sicherungsanlage ist das Herzstück vom Umbau. Sie verursachte entsprechend hohe Kosten.

Die Buswendeschlaufe, das neue Stationsgleis 5 sowie die neue Personenunterführung wurden im Rahmen der ersten Etappe gebaut und zusammen mit der Doppelspurstrecke Seite Trimmis am 15. April 2007 in Betrieb genommen. Die zweite Etappe wurde vom April bis Oktober 2007 ausgeführt und beinhaltet den restlichen Stationsausbau mit den Gleisen 1-3.

Neues Kundeninformationssystem (KIS) und neue Billettautomaten
Im Frühjahr 2008 wird ein neuen KIS und ein neuer Billettautomat am Bahnhof Untervaz-Trimmis installiert. Damit besteht für den Reisenden die Möglichkeit, Informationen über den Zugsverkehr über das Kundeninformationssystem abzurufen und ein gegenüber den heutigen Billettautomaten erweitertes Angebot zu beziehen.

Kosten
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 26.6 Millionen Franken und werden im Rahmen des 8. Rahmenkredites (1. Etappe) resp. mit der Leistungsvereinbarung 2007 (2. Etappe) finanziert. Die betroffenen Gemeinden beteiligten sich an den Kosten der Personenunterführung und der Buswendeschlaufe.