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Il suandant cuntegn vegn inditgà en la lingua tudestg. Vus pudais suandar il link original sutvart.Mitte Juni war Renato Fasciati, der zehnte Direktor der RhB, seit zehn Jahren im Amt. Wir haben diese Gelegenheit genutzt, um ihm zehn kurze Fragen zu stellen.

Welches war dein schönster Moment? Es gibt unzählige schöne Momente in den 10 letzten Jahren. Der emotionalste war sicher der geglückte Weltrekord inmitten Tausender Fans der RhB und Hunderter Mitarbeitenden. Unvergesslich waren auch die Eröffnung des neuen Albulatunnels, diverser Bahnhöfe und Brücken sowie die Rollouts der neuen Züge. Am schönsten sind für mich aber vor allem die Begegnungen mit den Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden aus der ganzen Welt.
Welches war deine speziellste Begegnung? Ganz speziell war sicher die persönliche Unterhaltung mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Januar 2017 in Chur. Nachdem wir mit der Regierungspräsidentin den Gast am Vortag offiziell empfangen hatten, erfuhr ich am Folgetag fünf Minuten vor Ankunft des Gasts mit dem RhB-Salonzug, dass das Protokoll einen für uns unerwarteten Empfang in Chur vorsah. So kam ich in den Genuss eines ca. 10-minütigen Gesprächs mit dem Präsidenten, der sich sehr beeindruckt über die Rhätische Bahn und Graubünden zeigte.
Auf was bist du am meisten stolz? Es freut mich am meisten, dass es uns gelungen ist, die Zuversicht, das Selbstvertrauen und den Innovationsgeist innerhalb der RhB zu steigern. Dies führte zusammen mit der grossen Unterstützung der Besteller dazu, dass wir die Infrastruktur, das Rollmaterial und die Prozesse stark erneuern und die Nachfrage im Personenverkehr und im Autoverlad stark steigern konnten. Die RhB wächst seit 10 Jahren dreimal stärker als der Durchschnitt der Bahnbranche.
Welches war dein ärgerlichster Moment? Im Jahr 2024 mussten wir zum Schutz des Personals und wegen hoher Überzeitguthaben während ca. 9 Monaten 2% der Transportleistung im Personenverkehr auf Busbetrieb umstellen. Der Personalengpass entstand insbesondere aufgrund höherer Fluktuation, grösserer Ausfallzeiten des Personals sowie einem moderaten Angebotsausbau. Dies hatte uns einige Sympathien gekostet und war für alle Beteiligten ärgerlich. Trotzdem wurden sehr gute Übergangslösungen dank der Flexibilität aller Bereiche gefunden.

Würdest du heute etwas anders machen? In einzelnen Projekten gibt es sicher einige Dinge, die ich im Nachhinein anders angehen würde. Grundsätzlich würde ich jedoch dieselben Schwerpunkte setzen und zusammen mit der Geschäftsleitung und dem ganzen Führungsteam die Vorwärtsstrategie zur Modernisierung und Neuausrichtung der RhB vorantreiben.
Welches war die schwierigste Entscheidung, die du treffen musstest? Gerade als wir die Erweiterung der Capricorn-Flotte um 20 Fahrzeuge von den Bestellern bestätigen lassen wollten, brach die Corona-Pandemie und damit eine Zeit voller Unsicherheiten aus. Es stellte sich die Frage, ob die Ausweitung des Rollmaterials noch sinnvoll war, und ich entschied mich zusammen mit meinem Team für eine Vorwärtsstrategie, die vom Verwaltungsrat und letztlich auch von Bund und Kanton unterstützt wurde. Ohne diese Züge könnten wir heute die Nachfrage nicht bewältigen. Gleichzeitig konnten wir die Züge zu äussert guten Finanzierungsbedingungen beschaffen, womit die RhB bzw. die Besteller viel Geld eingespart haben.

Was motiviert dich jeden Tag zur Arbeit zu kommen? Ich darf die für mich schönste Aufgabe im Bahnbereich ausüben und erhalte jeden Tag sehr viel Wertschätzung für die Arbeit und Leistungen unserer Unternehmung. Am meisten motivieren mich die Fronteinsätze mit den Gesprächen mit den Mitarbeitenden, Kunden und Partnern. Meine Arbeit ist sehr vielfältig und beinhaltet strategische, personelle, marktseitige und technische Aspekte, die äusserst spannend sind. Zudem ist die RhB in einer ausgesprochen produktiven und transformativen Phase, was es nochmals spannender macht.
Was wünschst du dir von deinen rund 1800 Mitarbeitenden? Ich wünsche mir weiterhin den sehr engagierten Einsatz für unsere Kundschaft, eine starke bereichsübergreifende Zusammenarbeit und ein Fokus auf Sicherheit, Pünktlichkeit, Innovation und Wirtschaftlichkeit. Zudem erhoffe ich mir, dass die Identifikation und Zufriedenheit auch zukünftig so einmalig hoch bleiben, wie wir dies bei der RhB heute schätzen.

Welches war die grösste Veränderung im letzten Jahrzehnt? Ich denke, dass die Dynamik und Marktorientierung stark zugenommen haben. Zudem konnte die RhB in allen Bereichen tiefgreifend modernisiert und auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet werden.
Was nimmst du dir für die nächsten 10 Jahre vor? Das Umfeld und die Herausforderungen der RhB ändern sich ständig. Ich nehme mir vor, zusammen mit dem ganzen Führungsteam und den Mitarbeitenden die Unternehmung optimal dafür auszurichten. Die Modernisierung und insbesondere die digitale Transformation wird weitergehen. Ich werde zudem alles dafür geben, dass die RhB auch in Zukunft eine Traumarbeitgeberin bleibt, damit wir unsere hochgesteckten Ziele auch zukünftig erreichen können.
Möchten Sie wissen, wie der Alltag eines RhB-Direktors aussieht? Dann erfahren Sie hier mehr.

