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10 Fragen an...

einen Lokführer auf dem Wasser und einen Kapitän auf Schienen

Luca Raselli arbeitet als Lokführer bei der RhB und in seiner Freizeit auf der «Sassalbo» auf dem Lago di Poschiavo als Kapitän. Er erklärt uns, welche Parallelen es bei der Arbeit als Lokführer und als Kapitän gibt.

Tanja Thaler, Fachspezialistin Kommunikation, 14. September 2021

1 Wie lange bist du schon Lokführer bei der RhB?

Im Jahr 2000-2001 habe ich die Ausbildung als Lokführer absolviert und seitdem bin ich auf dem RhB-Netz ständig unterwegs.

Luca Raselli im Führerstand

2 Seit wann arbeitest du als Kapitän auf der «Sassalbo»?

Nach der Absolvierung der Prüfungen und dem Sammeln von Fahrpraxis bin ich seit 2016 als Kapitän auf der MS Sassalbo tätig.

Luca Raselli als Kapitän

3 Was verbindet dich mit der Valposchiavo?

Die Valposchiavo ist mein Heimatort, hier bin ich aufgewachsen und hier habe ich meine Wurzeln. Arbeitsbedingt wohnte ich zehn Jahre ausserhalb der Valposchiavo. Dies war eine schöne und erlebnisvolle Zeit, aber mit viel Freude durfte ich dann wieder nach Hause zurückkehren. 

4 Arbeitest du Teilzeit bei der RhB, damit du in der Freizeit als Kapitän arbeiten kannst oder lässt sich dies mit einem 100% Arbeitspensum vereinbaren?

Mein Einsatz als Kapitän erfolgt auf freiwilliger Basis und als Volontariat, also ohne eine Entlohnung. Dadurch bin ich aber auch zu nichts verpflichtet und bleibe für mich sowie auch für den Schiffsverein sehr flexibel. Ich arbeite in einem 100%-Arbeitspensum bei der RhB und die Schiffsfahrten mache ich in meiner Freizeit. Ich muss das Arbeitszeitgesetz berücksichtigen und einhalten und mich gut organisieren. Dann klappt es ganz gut und es lässt sich beides miteinander vereinbaren.

5 Warum bist du Kapitän auf der «Sassalbo»?

Es gibt mehrere Gründe dafür. Ich war schon vor Jahren oft mit meinem kleinen Ruderboot auf dem Lago di Poschiavo fischen. Dies war sehr schön und erholsam, denn ich genoss die Ruhe des Wassers, die Musik der Wellen und spürte ein Freiheitsgefühl.
Später hörte ich von der «Sassalbo» und ich erinnerte mich wieder an diese schönen Erinnerungen. Dies war für mich ausschlaggebend und auch der Hauptgrund, warum ich Kapitän werde wollte. 
Zudem möchte ich der Valposchiavo etwas Gutes tun und ihr etwas zurückgeben. Ich kann so den Wert des Lago die Poschiavo steigern und den Einheimischen und Touristen etwas Neues und Spannendes bieten. Dies ist für mich auch ein wichtiger Punkt. 

Luca Raselli liebt die Ruhe des Wassers, die Musik der Wellen das Freiheitsgefühl, welches er auf der «Sassalbo» spürt.

6 Welche Gemeinsamkeiten gibt es bei der Arbeit als Lokführer und als Kapitän?

Ich sehe drei grosse Gemeinsamkeiten: Die erste ist die Verantwortung, die man trägt. Die zweite ist das Arbeiten im engen Kontakt mit der Natur und der wunderbaren Landschaft, welche ich als Lokführer auf der Berninalinie und als Kapitän auf dem Lago di Poschiavo stets um mich herum habe. Die dritte Gemeinsamkeit ist, dass ich Menschen transportiere, welche in ihrer Freizeit unterwegs sind und etwas erleben möchten.

7 Welches ist der grösste Unterschied vom Lokführer zum Kapitän?

Die Unterschiede sind gar nicht so gross. Aber als Kapitän ist es von Vorteil, wenn man schwimmen kann (lacht).

8 Welche Arbeit ist technisch anspruchsvoller? Diejenige als Lokführer oder als Kapitän?

Beide Arbeiten sind unterschiedlich anspruchsvoll. Aber beide haben ein gemeinsames Ziel: Die Gäste sicher an ihren gewünschten Bahnhof bzw. Hafen zu bringen. 

9 Gibt es eine spannende Geschichte, die du mit Fahrgästen auf der «Sassalbo» erlebt hast?

Jede Fahrt mit der «Sassalbo» und ihren Gästen bringt mit sich eine spannende Geschichte. Eine lustige Ausfahrt hatte ich mit unseren Arbeitskollegen vom Bahnhof Poschiavo und Tirano, mit viel italienischem Charme und einer super Stimmung. Diese Fahrt ist mir besonders in Erinnerung geblieben. 

10 Was ist dein Lieblings-Ausflugsziel auf dem Streckennetz der RhB? Hast du einen Geheimtipp?

Die Reise selbst ist für mich das schönste Ausflugsziel bei der RhB. Bei einer Reise auf der Berninalinie empfehle ich natürlich einen Zwischenhalt in Le Prese und eine Schiffsrundfahrt auf dem schönen Lago di Poschiavo.

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