Der Tunnel erhält seine endgültige Profilform

Am Albulatunnel wird derzeit von beiden Seiten her die Tunnelverkleidung erstellt. Das zweischalige Tunnelgewölbe wird zunächst ab Preda gebaut und ab Mitte 2020 auch in Spinas, wo aktuell der Einbau der Tunnelsohle stattfindet.

Der Bauplatz Preda war in den vergangenen Wochen Schauplatz für den Aufbau und die Inbetriebnahme der 10 Meter langen Gewölbeschalung mit einem Gewicht von 110 Tonnen. Im Tagestakt werden je ein Sohlgewölbe mit rund 45 Kubikmeter Beton und ein Gewölbeblock mit 46 Kubikmeter Beton erstellt. Bei den Portalen wird in den Lockergesteinsstrecken rund eine Tonne Armierungseisen pro Laufmeter zur Verstärkung der Tunnelverkleidung verlegt.  

Gewölbeschalung für die Tunnelverkleidung in Preda.

Ausblick
In der aktuellen Phase «Verkleidung/Innenausbau» wird der Tunnelrohbau in folgenden Phasen fertiggestellt: Abdichtung, Tunnelsohle, Innenverkleidung, Bankette, Portalbauwerke.
2020 werden die Arbeiten für den Umbau beider Bahnhofareale nach den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) gestartet. Das in diesem Jahr verschobene Bahnhofgebäude Spinas kann ab Mitte 2020 wieder bewohnt werden. Die Materialaufbereitung und Wiederverwertung ab Kieswerk Preda und der Abtransport per Bahn ist eingerichtet und wird fortgesetzt. Wenn das Bauprogramm eingehalten werden kann, rollen bereits in drei Jahren, im Jahr 2022, die ersten Züge durch den neuen Eisenbahntunnel.