Bahnhof Landquart

Erneuerung und Umbau von 2018 bis 2025

Die Rhätische Bahn befindet sich in einer grundlegenden Modernisierungsphase und hat in den letzten Jahren viel in die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Infrastrukturanlagen investiert. Das neue Rollmaterial besteht vermehrt aus Trieb- und Gliederzügen, welche im Unterhalt nicht mehr getrennt werden. Dies hat zur Folge, dass die bestehenden Werkstätten an das neue Rollmaterial angepasst werden müssen. Vor diesem Hintergrund wird die Neugestaltung des RhB-Areals in Landquart zwingend notwendig. Die notwendigen Anpassungen betreffen nicht nur die Werkstätten, sondern auch weite Teile im und um den Bahnhof Landquart.

Das Grossprojekt «Erneuerung und Umbau Bahnhof Landquart» besteht aus acht Teilprojekten, welche starke Abhängigkeiten zueinander haben. Die Teilprojekte werden gestaffelt ausgeführt. Im Mai 2018 wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird mit einer Bauzeit von sieben bis zehn Jahren gerechnet. Für das Grossprojekt wurde ein Investitionsvolumen von ca. CHF 500 Millionen veranschlagt.

TeilprojektAusführungstermineKosten
Interventionsstützpunkt InfrastrukturMai 2018 bis Oktober 2019CHF 33.5 Mio.
Landquart-Malans DoppelspurausbauMai 2018 bis November 2021CHF 43 Mio.
Gleisanlagen Phase ANovember 2018 bis Juni 2021CHF 74 Mio.*
Ausbau WerkstattinfrastrukturSeptember 2019 bis Juli 2022ca. CHF 87 Mio.
Zentrallager und Bürooffen    offen
Gleis- und Perronanlagen Phase BMärz 2018 bis Ende 2025ca. CHF 220 Mio.*
Provisorischer GüterumschlagOktober 2018 bis Dezember 2018CHF   1.8 Mio.   
Option Überwerfungoffen    ca. CHF 30 Mio.

Die wichtigsten Teilprojekte in der Übersicht

Interventionsstützpunkt Infrastruktur

Der Interventionsstützpunkt Infrastruktur ist die erste Etappe im Rahmen des Gesamtprojektes. Im Mai 2018 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Im Interventionsstützpunkt Infrastruktur sollen die verschiedenen Arbeitsplätze der etwa 70 Mitarbeitenden des Geschäftsbereichs Infrastruktur in Landquart zentral untergebracht werden. Das neue Gebäude wird damit gleichzeitig als Industrie- und als Bürogebäude genutzt. Die RhB bekennt sich mich dem modernen Neubau zum Standort Landquart. Auf über 1 800 m2 Grundfläche entsteht ein Gebäude mit zwei Untergeschossen und drei Etagen. Neben Parkplätzen, Lager, Lok- und Werkhallen, Infrastrukturwerkstätten, Büros, Sitzungszimmern und Aufenthaltsräumen ist auch eine grosse Dachterasse für die Mitarbeitenden geplant.

Die Inbetriebnahme des Interventionsstützpunktes ist auf Ende Oktober 2019 geplant.

Visualisierung des neuen Interventionsstützpunktes Infrastruktur.

Doppelspurausbau Landquart – Malans

Aufgrund der starken Abhängigkeit zum Infrastrukturstützpunkt wird mit dem Bau der Doppelspur zeitgleich begonnen. Zum Doppelspurausbau wird eine neue Brücke gebaut, welche auch den Interventionsstützpunkt mit dem Schienennetz verbindet.

Der Doppelspurausbau zwischen Landquart und Malans soll im November 2021 abgeschlossen werden.

Gleis- und Perronanlagen

Die Gleis- und Perronanlagen am neuen Bahnhof werden in zwei Phasen erstellt. Phase A beinhaltet sämtliche Anpassungen und Neubauten der Gleisanlagen innerhalb des Bahnhofs Landquart. Die Bauarbeiten in Phase A dauern voraussichtlich von November 2018 bis Juni 2021.

In Phase B sind das Bundesamt für Verkehr und die SBB eingebunden, denn mit dem geplanten gemeinsamen Perron SBB / RhB wird die SBB sehr stark im Projekt mitwirken.  Der Zeitraum für dieses Teilprojekt ist mit 2018 bis 2025 definiert.

Ausbau Werkstattinfrastruktur

Die neuen Trieb- und Gliederzüge werden im Unterhalt nicht mehr getrennt. Damit müssen die Werkstätten in Landquart an die Anforderungen der neuen Fahrzeuge angepasst werden. Der Baubeginn ist für September 2019 geplant.

Güterverkehrsterminal / provisorischer Güterumschlag

Das Güterumschlagsvolumen zeigt in den letzten Jahren eine abnehmende Tendenz und in absehbarer Zukunft sind keine grossen Steigerungen zu erwarten. Infolge dieser Prognose ist ein Ausbau des Güterumschlags nicht gerechtfertigt. Um die nötigen Umschläge bearbeiten zu können, wird ein provisorischer Güterumschlag erstellt, welcher je nach Bedarf nach oben erweitert werden kann.

Der provisorische Güterumschlag ist zugleich als Ersatz für den heutigen Holzverlad vorgesehen. Es soll bereits Ende 2018 für den Betrieb zur Verfügung stehen. Im Oktober 2018 sollen die Bauarbeiten beginnen.