Blick zurück

Richard Coray - Vater der Lehrgerüste

Wer über die höchsten Viadukte der Rhätischen Bahn fährt, ist beeindruckt. Fast unvorstellbar, wie diese einzigartigen Bauwerke vor rund 120 Jahren erbaut wurden.

Johanna Burger, Praktikantin Unternehmenskommunikation, 15. Dezember 2020

Das Romanische Fernsehen Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) porträtiert in einer sehenswerten Dokumentation mit deutschen Untertiteln einen der Baupioniere von damals: Richard Coray (1869–1946) aus Trin, den «Vater der Lehrgerüste».

Richard Coray verbrachte viele Jahre seines Lebens in Graubünden und hat Spuren als Gerüstbauer der RhB hinterlassen. Der Bündner war eine Koryphäe im Bau von Lehrgerüsten aus Holz. Seine Lehrgerüste, auf welche etwa der Solis-, der Wiesner- oder der Langwieserviadukt gebaut worden sind, sahen selber wie Kunstwerke aus. Nach der Fertigstellung der Viadukte wurde das Lehrgerüst jeweils wieder entfernt – es hatte seinen Dienst getan.

Susanna Fanzun erzählt in ihrem Dokumentarfilm für RTR die faszinierende Geschichte des Gerüstpioniers, der nach seiner Zeit in Graubünden auch nach Bagdad reiste, um am dortigen Bahnstreckenbau mitzuhelfen. Im Film erheben sich die Gerüste Corays erneut. Sie werden in die heutige Landschaft gesetzt und die Brücken über ihnen retuschiert. Wie Skelette von Dinosauriern stehen sie so in der Landschaft und wären auch heute noch imposante Objekte.

Der Dokumentarfilm ist mit deutschen Untertiteln in der Mediathek von RTR verfügbar. Also keine Zeit verlieren und eintauchen in die Geschichte von Richard Coray und der RhB: Senza sturnizi – Richard Coray, constructur da punts persas

Wer die atemberaubenden Viadukte vor Ort bewundern will, dem empfehlen wir eine Reise auf der Albulalinie (Solisviadukt), der Arosalinie (Langwieserviadukt, Gründjitobelviadukt) und der Strecke zwischen Davos und Filisur (Wiesnerviadukt). Inspirationen gibt es hier: Graubünden entdecken.

Es wurden noch keine Kommentare erfasst.

Was ist Ihre Meinung?

Fehler