Hinter den Kulissen

Ein ganz normaler Tag eines Montageleiters

Wir haben lange nach dem «ganz normalen Tag» des Montageleiters gesucht. Es gibt ihn einfach nicht. Aber sehen Sie selbst...

Ivo Hutter, Leiter Rollmaterial, 11. Februar 2020

06.30 Uhr - Erste Besprechung

Der Tag startet am Morgen früh zur ersten Besprechung an den Wagen. Mittlerweile sind vier Glacier Express-Wagen bei uns in der Werkstatt in Landquart, welche erneuert werden. Ab Januar 2020 werden es dann bereits sechs sein. Da muss man den Überblick behalten, woran man arbeitet und welches Fahrzeug wo steht. Ausserdem müssen die Pendenzen im Auge behalten werden. Zum Glück haben wir ganz tolle Mitarbeiter, die dies alles stets unter Kontrolle haben. 

07.30 Uhr - eine weitere Besprechung in der Lackiererei

Eine weitere Besprechung in der Lackiererei steht an. Es wird besprochen, welche Wagen als nächstes lackiert werden und in welcher Reihenfolge dies geplant ist. 

08.00 Uhr - kurze Verschnaufpause im Büro

Es müssen jedoch auch E-Mails beantwortet werden. Beispielsweise muss eine Anfrage aus dem Wallis bearbeitet werden. Immer wieder sind Details und Vorgänge zu besprechen. Dabei arbeitet man eng mit Konstruktion, Engineering und der Projektleitung zusammen. Da fast jedes Fahrzeug Spezialitäten aufweist und jeweils nur sehr kleine Serien bei uns sind, ist der Aufwand entsprechend gross. 

Parallel zu unserem Projekt in Landquart sind zurzeit weitere Fahrzeuge in Brig bei der Matterhorn Gotthard Bahn im Umbau. Für diese Fahrzeuge werden in Landquart die Materialversorgung geplant. 

10.00 Uhr - ein Fixpunkt

Beim sogenannten «Shopfloor» werden täglich um 10.00 Uhr die Arbeitsfortschritte, offenen Punkte und Probleme besprochen. Sind alle Materialien vorhanden? Sind Zeichnungen klar und verständlich? Wie ist der Zustand der Fahrzeuge im Allgemeinen? Diese kurze Besprechung dauert pro Fahrzeug höchstens zehn Minuten und hat sich als sehr hilfreich und effizient herausgestellt. 

13.00 Uhr - Termin mit einem Lieferanten

Heute treffen wir den Küchenbauer für die Boardküchen. Da deren Erneuerung erst später in das Projekt aufgenommen wurde und die Küche im Glacier Express sehr anspruchsvoll ist, liegt das Augenmerk auf den Schnittstellen und der Planung mit den Unterlieferanten. 

14.30 Uhr - Planung des Umbaus der Fahrzeuge

Nach diesem Termin bleibt etwas Zeit für die Vorbereitung der neuen Serien, also den Umbau der Fahrzeuge. Es sind Zeichnungen zu wälzen, die Arbeitsschritte zu definieren und das Material muss geplant und disponiert werden.

16.00 Uhr - letzter Rundgang durch die Werkstatt

Gegen Abend bleibt Zeit für einen letzten Rundgang durch die Werkstatt. Es gibt da und dort noch etwas zu klären und vorzubereiten für den nächsten Tag. 

So geht dann ein «ganz normaler Tag» eines Montageleiters zu Ende. 

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