Kurz erklärt

Bündner Wasser: Bewegt die Züge der RhB

Wasser in und aus dem Bündnerland wird vielseitig eingesetzt. Aus ihm kann fast alles werden: von Strom bis Calanda-Bier. Wir haben für euch zehn spannende Fakten über Bündner Wasser zusammengetragen. Der eine oder andere Punkt könnte euch erstaunen.

Johanna Burger, Unternehmenskommunikation, 19. Januar 2021

1 Zugbewegungen durch Wasserkraft

Wir setzen auf Nachhaltigkeit und haben für die Jahre 2021-2022 Herkunftsnachweiszertifikate für Wasserkraft Graubünden bei der Repower AG für jährlich 96 000 MWh Strom gekauft. Damit fahren 2021-2022 alle Personen- und Güterzüge mit Energie durch Wasserkraft aus Graubünden. Mit der Nutzung von nachhaltigem Bündner Strom verringern wir nicht nur unseren eigenen ökologischen Fussabdruck, sondern auch jenen aller Kundinnen und Kunden der Rhätischen Bahn (Hier gehts zum Zertifikat). 

2 Die Schweizer Stromproduktion

Die Wasserkraft hat in Graubünden nicht nur für uns als ökologischer Energieträger einen hohen Stellenwert. Über 20 Prozent der schweizerischen Stromproduktion aus Wasserkraft stammt aus Graubünden. Das sind durchschnittlich 7,9 Milliarden Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

3 Rekord auf dem Berninapass

Wasser in Form von Eiskristallen sorgt bei Wintersportlern und -sportlerinnen jedes Jahr für Freude auf den Bündner Pisten. Im April 1999 wich diese Freude wohl bei vielen einem grossen Erstaunen: Damals verzeichnete Meteo Schweiz für den Berninapass eine Rekordmenge an Schnee, der innerhalb eines und innerhalb zweier Tage gefallen sind: 130 cm am 15. April und 215 cm Neuschnee am 15. und 16. April 1999.

4 Wunderschön aber vergänglich: Unsere Gletscher

Bleiben wir in der Kälte: In Graubünden finden sich viele hundert grosse und auch ganz kleine Gletscher. Das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Graubünden misst aktuell die jährliche Veränderung der Gletscherzungen von 19 Gletscher. Der Roseggletscher ist von diesen mit einer Fläche von 6.58 km2 (Stand 2015) der grösste Gletscher des Kantons. Der Lischana Gletscher mit einer Fläche von 0.01 km2 ist der kleinste.

5 Über 626 Brücken und Viadukte musst du gehen...

Zu Schnee in geschmolzener Form: Das Fliessgewässernetz im Kanton Graubünden ist ca. 12 400 km lang. Da braucht es natürlich viele Brücken und Viadukte, damit unsere Züge durch den gesamten Kanton fahren können. Unsere Gleise verlaufen insgesamt über 626 Brücken und Viadukte (Stand Januar 2021).

6 Darüber freuen sich die Fischer...

In knapp 1 700 km der rund 12 400 km Fliessgewässer finden sich Fische. In allen Bündner Bächen und Flüssen werden pro Jahr etwa 110 000 Fische gefangen – meist Bachforellen. 

7 ... und darüber die Badefans im Sommer.

Nebst Flüssen und Bächen finden sich auch etliche Seen in Graubünden: Insgesamt verzeichnet der Kanton 615 Bergseen!

8 Die Wasserscheide am Berninapass

Auf dem Berninapass trennen sich die Wege – nicht nur jene von unterschiedlichen Wandergruppen, sondern auch die von Wasser. Hier liegt die sogenannte Wasserscheide. Das Wasser aus dem Lej Nair fliesst nach Norden in die Inn, später in die Donau und schliesslich ins Schwarze Meer, das Wasser aus dem Lago Bianco fliesst nach Süden in den Poschiavino, dann in den Fluss Adda und in den Po und schliesslich in die Adria.

9 Das graue kleine Männchen vom Tomasee

All das Wasser scheint bereits vor Jahrzehnten und Jahrhunderten die Bewohner und Bewohnerinnen des Kantons in Erstaunen versetzt zu haben. So ranken sich viele Sagen der Region rund um Wasser rund um Seen, Bäche und Gletscher. Seit unbekannter Zeit, in der Val Zeznina über Lavin soll etwa im grössten der sechs Bergseen ein Drache hausen, der Dragun da Macun. Beim Tomasee soll sich ein kleines, graues kleines Männchen mit kantigem Gesicht und hell leuchtenden Augen umtreiben, das Pazolamännchen (noch mehr Märchen).

10 Viva! Prost! Zum Wohl!

Viele der Bündner Sagen sind bestimmt auch in Wirtshäusern bei einem Glas Bier weitererzählt (oder gar erfunden?) worden. Für die Produktion des schweizweit bekannten Churer Biers Calanda wird Wasser aus der Region benötigt – viel Wasser: Es werden 4,6 Hektoliter Wasser benötigt, um ein Hektoliter Bier zu brauen.

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