Hinter den Kulissen

Besuch in der Betriebszentrale der RhB

Die Betriebszentrale (BZ) in Landquart gleicht einem geschäftigen und fleissigen Bienenhaus. Das Leuchten der zahlreichen Bildschirme, der rege Austausch am Funkgerät, das unüberhörbare Piepen der Systeme. Hier den Überblick zu behalten ist eine Kunst.

Domenica Herzog, Unternehmenskommunikation, 01. Februar 2022

Bei meinem Besuch in der Betriebszentrale lerne ich schnell, dass ein/e Fahrdienstleiter/in flexibel sein muss. Zum Repertoire gehören nämlich nicht nur die Überwachung eines Bahnhofgeländes, nein alle Bahnhöfe und Linien müssen beherrscht werden. Zehn Betriebsüberwacher/innen und 35 Fahrdienstleiter/innen sorgen hier für einen reibungslosen Ablauf des Zugverkehrs auf dem ganzen RhB-Streckennetz.

"Wo schaust du denn als erstes hin? Hast du einen Ablaufplan?" frage ich interessiert. "Man muss überall gleichzeitig fokussiert und konzentriert schauen und das Geschehen aufmerksam verfolgen", meint Marc entspannt.

Einfacher gesagt als getan. Ich beginne meinen Kontrollblick in der Mitte, beim Bahnhof Chur und versuche ein Muster in den Farben und Zahlen zu erkennen. Bevor ich mich jedoch nach Details erkundigen kann, läutet auch schon das Telefon. "BZ antworten", meldet sich Marc und stellt geschäftig die Fahrstrassen nach den Angaben des Rangierpersonals ein.

Als nächstes steht das Programmieren der Zugdaten für den Folgetag auf dem Programm. Denn, so erfahre ich, das Umstellen der Weichen kann teilweise im Voraus programmiert werden.

Auf meine Frage hin, was ein Fahrdienstleiter idealerweise mitbringen sollte, meint Marc prompt: "Belastbarkeit und die Fähigkeit unregelmässige Arbeitszeiten zu schätzen". Frei haben, wenn andere arbeiten, gefällt Marc besonders gut.

Obwohl ein Fahrdienstleiter nicht direkt mit Fahrgästen der RhB zu tun hat, sieht er seine Tätigkeit als eine Dienstleistung und einen Service. "Die Lokführer/innen und die Rangiermitarbeitenden sind meine Kundinnen und Kunden", erklärt Marc mir stolz.

Interessiert frage ich nach, was denn das oberste Ziel der Fahrdienstleiter/innen sei.

"Sicherheit, Pünktlichkeit, Zufriedenheit".

Attribute, welche Fahrgästen wie Mitarbeitenden sehr am Herzen liegen, denke ich mir, als ich mich auf den Heimweg mache.

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