ALLEGRA-Triebzüge der Rhätischen Bahn
Der neue ALLEGRA-Triebzug ist das Paradepferd der RhB. Seit Mai 2010 fahren die ersten fünf Triebzüge hauptsächlich über den Berninapass und bald auch von Chur nach Arosa sowie Davos.
Der neue ALLEGRA-Triebzug ist das Paradepferd der RhB. Seit Mai 2010 fahren die ersten fünf Triebzüge hauptsächlich über den Berninapass und bald auch von Chur nach Arosa sowie Davos.
Der neue ALLEGRA-Triebzug | |
Anzahl Fahrzeuge | 15 |
Sitzplätze 1.Klasse | 24 |
Sitzplätze 2. Klasse | 76 |
Klappsitze | 14 |
Rollstuhlplätze | 2 |
Veloabstellplätze | 5 |
Leistung | 2600 kW |
Höchstgeschwindigkeit | 100 km/h |
Anhängelast 35‰ | 245 t |
Anhängelast 70‰ | 140 t |
Das neue Paradepferd der RhB
Der neue ALLEGRA-Triebzug ist das Paradepferd der RhB. Ab Mai 2010 fahren die ersten fünf Triebzüge hauptsächlich über den Berninapass und bald auch von Chur nach Arosa sowie Davos. Bis März 2011 werden alle 15 modernen Zweispannungstriebzüge im Regelbetrieb eingesetzt. Das Auftragsvolumen beträgt rund 150 Millionen Franken. Die Beschaffung des neuen Triebzuges hatte zur Aufgabe, sowohl die Kapazität zu vergrössern wie auch die Effizienz zu steigern. Auch die vielen Besonderheiten der RhB, die oft auf kurvigen Bergstrecken und in harten Witterungsbedingungen unterwegs ist, wurden berücksichtigt. Und das Resultat lässt sich sehen: Der neue Triebzug entspricht den Wünschen und Erwartungen des modernen Kunden - er ist komfortabel, behindertengerecht, klimatisiert, leistungsstark und mit Informationssystemen ausgerüstet. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der RhB am Markt gestärkt.
Leistungsstark
Der Triebzug fährt mit Gleich- sowie Wechselstrom und kann den Stromsystemwechsel fahrend durchführen. Entsprechend entfällt der Triebfahrzeugwechsel in Pontresina zwischen Stamm- und Berninalinie, was zu einer weiteren Reisezeitverkürzung führt. Damit sorgt der ALLEGRA-Triebzug für Entspannung im Betrieb - vor allem auf der im Sommer stark ausgelasteten Berninalinie. Dank seiner Leistungsstärke ist er sowohl im Alltag zuverlässig und kundenfreundlich, als auch in der Lage, Güter- oder Spezialwagen zu ziehen.
Design
Auch das Erscheinungsbild des neuen ALLEGRA-Triebzuges hebt sich von bestehenden Vorbildern ab. Auf seiner kräftigen Stirnfront beeindruckt das Bündner Wappen. Der Steinbock symbolisiert das Selbstbewusstsein und das Bekenntnis der RhB zum Kanton Graubünden. Der untere Teil des Führerstands mit der zur Spitze laufenden Form und dem geraden, nach hinten gewölbten Führerstandsfenster verleiht dem Fahrzeug eine gewisse Eleganz. Gleichzeitig vermittelt das Design aber auch die Sicherheit und Kraft, welche im neuen Fahrzeug stecken. Ohne Zweifel wird der neue Zug (nicht nur) bei den unzähligen Eisenbahnfreunden im Fokus der Foto- und Filmobjektive sein.
Triebzüge für den Agglomerationsverkehr
Weitere fünf Triebzüge für den Agglomerationsverkehr sind bereits bestellt und werden ab Frühjahr 2012 den Pendlern im Grossraum Chur deutlich mehr Komfort bieten. Für diese zweite Etappe investiert die RhB weitere 50 Millionen Franken. Insgesamt belaufen sich die Kosten der ersten und zweiten Etappe damit auf rund 200 Millionen Franken. Die Finanzierung des Flottenkonzepts wird über den Kanton Graubünden und den Bund, den Kapitalmarkt sowie über die Auslösung von Rücklagen sichergestellt. Ohne den vom Kanton zur Verfügung gestellten Finanzbeitrag in der Höhe von 22 Millionen Franken hätten die dringend notwendige Ersatzbeschaffung und die damit verbundene Modernisierung des Rollmaterials nicht derart schnell realisiert werden können.